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Huflattich Blüte

Wildstauden aktuell: Der Huflattich

Am Wegrand oder auf Schutthängen blüht sehr früh im Jahr der ausdauernde einheimische Huflattich. Er ist für die Insekten eine willkommene Futterquelle. Im Garten wächst er am liebsten im Kies oder in durchlässigen Böden.

Der Frühblüher Huflattich, der als ausdauernde krautige Pflanze eine Höhe von 15 bis 30 cm erreicht, mag es sonnig bis halbschattig. Er ist eine Pionierpflanze auf wechselfeuchten, lehmigen Rohböden. Man findet ihn aber auch an Strassenböschungen, in Sandgruben und in Steinbrüchen. Wo er ideale Bedingungen vorfindet, kann es schnell zu Massenbeständen kommen. Seine gelben Blüten zeigen sich vor seinen Blättern und erfreuen uns bereits ab Februar oder März. Sie bieten den ersten Insekten wie Wildbienen und Hummeln Nektar und Pollen. Zudem dient die Pflanze einigen gefährdeten Falterarten als Futterpflanze, so dem Alpen-Würfeldickkopffalter, der Grossen Bodeneule und der Gelblichen Alpenerdeule.

Botanischer Name: Tussilago farfara
Familie: Asteraceae (Korbblütler)

Gespeichert von Heidi Fischer (nicht überprüft) am Di., 16.09.2025 - 08:44

Geschätztes Bioterra Team
Gerne möchte ich Sie fragen, ob der Huflattich in der Magerwiese bleiben darf oder ob er vor dem Mähen im September entfernt werden soll? Die Wiese wurde vor zwei Jahren angelegt. Jetzt ist der Huflattich darin ziemlich verbreitet.
Vielen Dank für Ihre Auskunft.
Freundliche Grüsse
Heidi Fischer

Gespeichert von juliamueller am Do., 18.09.2025 - 10:15

Liebe Heidi Fischer

Huflattich in neu angelegter Wiese ist ein Platzräuber - er macht  tiefreichende Wurzeln und verbreitet sich hauptsächlich durch unterirdische Ausläufer - jedoch auch mit Samen. Er bevorzugt schwere, feuchte Lehm- und Tonböden, auch steinige Böden verschmäht er nicht. Er nimmt je länger je mehr Platz weg und wird deshalb aus der Wiese entfernt:

  • Jetzt die Blatthorste und einen Teil der unterirdischen Ausläufer abharken und der Grünabfuhr mitgeben - Die unterirdischen Ausläufer brechen relativ einfach und treiben wieder aus. Deshalb auch im Frühling, wenn die gelb leuchtenden Blütenstände gut sichtbar sind, abharken, dann treiben die Blätter aus: nochmals abharken.  Dieses fortlaufende Entfernen der Blätter und der direkt an der Erdoberfläche liegenden Knospen schwächt den Huflattich und er verschwindet 
  • Wichtig in der Blumenwiese: wenn grössere Lücken entstehen, konkurrenzstarke, standortgerechte Wiesenpflanzen, wie z.B. Wiesen-Storchenschnabel (Geranium pratense) und Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) setzen 

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