Sonnenwarme Himbeeren, direkt vom Strauch genascht, sind der Inbegriff sommerlichen Gartengenusses. Wir geben Tipps, wie sie richtig gepflanzt und gepflegt werden.
Von Ute Studer
Ob als Müeslizutat, mit Schlagrahm zum Dessert serviert oder als Glace, Saft oder Konfitüre verarbeitet, Himbeeren schmecken immer himmlisch. Und das Gute daran: Die süssen Früchtchen sind gesund, stecken voller Vitamine und Mineralstoffe und können auch unser Immunsystem stärken. Nach der Ernte müssen sie schnell gegessen oder haltbar gemacht werden, da sie nicht nachreifen und darum verderben.
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Sommer- oder Herbsthimbeeren?
Einmal gepflanzt, bringen Himbeeren bei guter Pflege jahrelang befriedigende Ernten. Sommersorten tragen, wie ihre wilde Verwandtschaft, erst im zweiten Jahr Früchte. Die Tragruten haben nach der Ernte ausgedient, dafür spriessen neue Ruten aus der Erde. Im Herbst werden daher die zweijährigen, abgetragenen Ruten weggeschnitten und im Mai die Jungruten auf 10 bis 14 Stück pro Laufmeter ausgelichtet. Herbstsorten sind einfacher in der Kultur, da im Herbst einfach alle Ruten zurückgeschnitten werden. Sie leiden weniger an Wurzel- und Rutenkrankheiten und sind wurmfrei, da die Himbeerblütenstecher zur Zeit ihrer Blüte nicht aktiv sind. Aufgrund der unterschiedlichen Pflege von Sommer- und Herbstsorten ist es nicht ratsam, sie in einer Reihe zu mischen. Auch sollten neue Sträucher nicht dort gepflanzt werden, wo bereits Himbeeren gestanden haben.
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Himbeeren pflanzen
Wir empfehlen die Herbstpflanzung, da dann die Sträucher genügend Zeit haben, gut einzuwurzeln, bevor sie im folgenden Jahr zum ersten Mal Früchte tragen. Um süsse Früchte zu entwickeln, lieben die Beeren einen sonnigen Standort und durchlässigen, nährstoffreichen, humosen Boden. Vor dem Pflanzen wird der Boden gut gelockert und Kompost in die oberste Erdschicht eingearbeitet. Ein stabiles Gerüst ist nötig, um den Pflanzen Halt zu geben. Das Pflanzloch sollte doppelt so breit und tief sein wie der Wurzelballen. Vor dem Pflanzen wird der Wurzelstock gut gewässert und nach dem Pflanzen gut angegossen. Gepflanzt wird in der Reihe mit einem Abstand von 40 bis 60 cm. Pflanzen nicht zu tief setzen, über dem Wurzelballen sollte eine 3 cm dicke Erdschicht sein. Himbeeren sind Flachwurzler, daher wird im Wurzelbereich nicht gehackt, sondern nur gemulcht, damit das Bodenleben aktiv bleibt, Beikräuterwuchs unterdrückt wird und die Wurzeln vor Austrocknung geschützt sind.
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Pflanzenangebote wie dieses werden jeweils im Magazin «Bioterra» präsentiert und zum Bestellen angeboten. Den ganzen Artikel zum süssen Naschobst, mit mehr Pflegetipps, lesen «Bioterra»-Abonnent*innen bzw. Mitglieder in der Juli/August-Ausgabe 2021 der Zeitschrift.



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