Der Anbau von Wintergemüse erlebt zurzeit ein Revival. Er ist Teil einer ausgewogenen, klimafreundlichen Ernährung, kinderleicht umzusetzen und liefert Zutaten für eine vitaminreiche Gemüseküche.
Text: Ute Studer
Bild: Pro Specie Rara
In jedem Gartenkalender steht: Der Winter ist Ruhezeit für den Gemüsegarten. Einzig ein paar Gemüsekeimlinge können auf der Fensterbank geerntet werden. Dabei ist viel mehr möglich und einige Gemüse halten Kälte besser aus, als wir meinen. Natürlich ist die kalte Jahreszeit nicht die Hauptwachstumszeit für Gemüse, sie ist aber Erntezeit für eine Vielfalt von frischem Grün aus dem Garten direkt für die Küche. Damit wir das Wintergemüse in guter Qualität und ausreichender Menge ernten können, muss im August gepflanzt werden.
Zwar wirkt die abnehmende Tageslänge im Herbst etwas abbremsend auf Wachstumsprozesse, aber noch im warmen Spätherbst werden die Rosenkohlröschen ganz langsam dicker, die Grünkohlwedel ausladender und die Endivienköpfe praller. Viele Gemüse wie Rosenkohl, Lauch und Federkohl wachsen traditionell in der kalten Jahreszeit und erreichen überhaupt erst durch Frosteinwirkung ihre Geschmacksintensität, da die Pflanzen dann, um frosthärter zu werden, Zucker einlagern. Andere Gemüse sind empfindlicher und werden frostfrei eingeschlagen überwintert.
Im Magazin «Bioterra» werden jeweils Pflanzen vorgestellt und zum Kauf angeboten. Mehr Infos zu Wintergemüse wie Federkohl, Palmkohl, Rosenkohl, Kohlrabi, Wintersalaten und Lauch und deren Eigenschaften finden sich in der Juli/August-Ausgabe 2023 des Magazins «Bioterra».



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