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Schmuckkörbchen, Bild von Annette Meyer auf Pixabay

Blütenglück

Sie bieten einen bunten Blütenreigen und vielen Insekten Nahrung bis in den Herbst. Wir zeigen, welche Sommerblumen ab Mitte März vorgezogen werden können.

Von Ute Studer

Leuchtende Farben, faszinierender Formenreichtum, verschwenderische Blütenfülle, Blumensträusse für die Vase und eine Blütezeit bis zum ersten Frost, die einjährigen Blütenpflanzen geben dem Garten jedes Jahr ein neues Gesicht. Ob auf einem eigenen Beet, als Lückenfüller in der Staudenrabatte oder in Kästen und Kübeln auf Balkon oder Terrasse, die einjährigen Blumen bieten vielen Insekten über lange Zeit Nektar und Pollen. Ab Mitte März können die Samen auf einer hellen Fensterbank oder im Gewächshaus angezogen und ab Mitte Mai in den Garten oder in Töpfe umgesiedelt werden. Wer es lieber edel Ton in Ton mag, wählt harmonierende Blütenfarben, andere freuen sich am ostereierbunten Farb-Gemisch.

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Spinnenblume, Bild von Jarmila auf Pixabay

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Blütenreigen Purpur, Rosa, Weiss

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Mit ihren feingliedrigen Blüten in Purpur, Rosa und Weiss verleiht die Spinnenblume Cleome spinosa dem sonnigen Staudenbeet einen Hauch von Exotik. Ob als Solitär oder in Gruppen gepflanzt, ihr graziles Aussehen passt gut zu eher rundlichen Blüten von Zinnien und Dahlien, harmoniert aber auch mit den weissen Dolden des Bischofskrauts. Die hohen Blüten überragen mit 1,5 m Höhe die Beetnachbarn. Da sie reichlich Nektar bilden, locken sie Bienen und Schmetterlinge an.

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Das feinlaubige Schmuckkörbchen Cosmos bipinnatus bildet schöne, grosse, schalenförmige Blüten in Dunkelrosa bis Weiss aus, die sich gut als Schnittblumen eignen. Die mächtigen, bis 1,8 Meter hohen Blütenbüsche werden von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen geliebt. Die Blüten sind essbar und bringen Farbe in den Salat.

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Leuchtend Gelb und Orange

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Drei weitere Körbchenblütler erfreuen viele Insekten als Nahrungsquellen. Der Raue Sonnenhut Rudbeckia hirta bietet seine gelborangefarbenen, margeritenähnlichen Zungenblüten mit dem schwarzen Auge von Mai bis September an. Mexikanische Lebensfreude versprühen die orangefarbenen, eher kleinen Blüten der Mexikanischen Sonnenblume Tithonia rotundifolia, die sich auch bestens zum Schnitt eignen.

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Sonnenblume Primrose

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Helianthus annuus ‘Primrose’, eine echte Sonnenblume, die die Sonne auch im botanischen Namen trägt, bezaubert mit grossen, hellgelben Blüten mit dunkler Mitte. Diese ziehen während mehrerer Monate Insekten an und liefern Vogelfutter. Mit einer Höhe bis 1,5 m eignet sie sich auch für kleine Gärten und Töpfe.

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Bunte Farbenpracht

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Weitere lang blühende Körbchenblütler locken Insekten mit ihrem bunten Farbenspiel bis zum ersten Frost. Trotz ihren fröhlich-beschwingten Farben denkt man bei Strohblumen Xerochrysum bracteatum sofort ans Trocknen. Damit die Blüten schön bleiben, werden sie halbgeöffnet geschnitten und kopfüber zum Trocknen kühl und dunkel aufgehängt. Zinnien Zinnia elegans bieten ein enormes Farbspektrum und eignen sich mit 70 cm Höhe bestens zum Schnitt. Sie gehören zu den klassischen Bauerngartenblumen, dürfen aber nicht zu eng gepflanzt werden, sonst können sich Pilzkrankheiten ausbreiten. Im Jugendstadium müssen sie vor Schnecken geschützt werden. Von schönen Blütenfarben kann selbst Saatgut genommen werden.

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Der Zauber der blauen Blumen

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Während die anderen Einjährigen alle Sonnenanbeter sind, mag der Blaue Waldmeister Asperula orientalis auch halbschattige Standorte. Viele Insekten fliegen auf seine duftenden, hellblauen Blüten. Der zarte Waldmeister ist eine wunderschöne Begleitpflanze zu Rosen.

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Bienenweidepflanzen

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Besonders Hummeln sind ab dem Frühling, wenn sie grosse Staaten zu versorgen haben, auf pollen- und nektarreiche Blüten angewiesen. Anders als Bienen haben sie nicht so viele Energiereserven, und ihr Flugradius ist kleiner. Auf der Suche nach Nahrung für ihre Völker sind ihre Energiereserven schnell erschöpft, da in der freien Landschaft im Sommer kaum noch Blütenpflanzen zu finden sind.

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Frühe Vorzucht, frühe Blüten

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Ab Mitte März ist eine Vorzucht der Sommerblüher auf der warmen Fensterbank möglich. Aussaatgefässe werden mit Aussaaterde gefüllt, der Samen wird mit etwas Abstand auf die Erde gestreut, angedrückt, dünn mit Erde bedeckt und feucht gehalten. Bei Temperaturen um die 20 °C keimen die Pflanzen bald. Sie werden einmal pikiert und nach den Eisheiligen an ihren Bestimmungsort gepflanzt. Ab Ende April kann auch eine Direktsaat erfolgen, die aber erst später blüht.

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Dieser Artikel wurde in der März-Ausgabe 2022 des Magazins «Bioterra» zusammen mit einem Angebot an Sommerblumen-Samensorten zum Bestellen veröffentlicht.

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