Nacktschnecke (Bild: pixabay.com/Tanja Richter)

Stauden, die Schnecken nicht schmecken

Schnecken sind vielen Gärtner*innen ein Dorn im Auge. Dabei gibt es ein einfaches Mittel gegen die gefrässigen Weichtiere: eine clevere, standortgerechte Pflanzenwahl. Xavier Allemann von der Staudengärtnerei lautrejardin in Cormérod FR verrät uns, welche Stauden Schnecken nicht schmecken.

Eines vorweg: Schnecke ist nicht gleich Schnecke. Über 200 Arten von Landschnecken gibt es in der Schweiz. Die meisten sind Aasfresser oder ernähren sich, wie zum Beispiel die Weinbergschnecke, bevorzugt von welken, abgestorbenen Pflanzenteilen. Sie sind also durchaus wertvolle Gartengenossen. Nur wenige Arten, wie die Spanische Wegschnecke oder die Gartenwegschnecke, fallen über die spriessenden Pflanzen in unseren Gärten her. Was tun gegen diese Plagegeister?

In erster Linie läuft es, wie so oft bei Gartenproblemen, auf das Credo «die richtige Pflanze am richtigen Ort» hinaus. «Standortgerechte Pflanzen sind die Grundvoraussetzung für dauerhafte Pflanzengesellschaften», bestätigt der erfahrene Staudengärtner Xavier Allemann. Eine Pflanze, die sich unter den herrschenden Bedingungen wohl fühlt, ist gesund und widerstandsfähiger. Darüber hinaus kann man ganz gezielt schneckenresistente Pflanzen wählen.

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    Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias): Sonnig bis halbschattig, gelbgrüne Blüten von April bis Juni, 20 bis 50 cm hoch, duftend, Rückschnitt nach Blüte, Herbstfärbung
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    Pflanzen aus der Gattung Wolfsmilch, wie hier die Zypressen-Wolfsmilch, werden wegen der Reizstoffe in ihrem Milchsaft von Schnecken gemieden.

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    Hart, ledrig, pelzig oder bitter

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    Aber woran erkennt man, ob eine Pflanze Schnecken schmeckt? «Typische Merkmale schneckenresistenter Pflanzen sind harte, ledrige oder pelzige Blätter sowie Bitterstoffe», weiss Allemann. Das trifft zum Beispiel auf die folgenden Gattungen und Arten zu:

    • Wolfsmilch
    • Storchschnabel
    • Phlox
    • Ehrenpreis
    • Elfenblume
    • Lenzrose
    • Schafgarbe
    • Heiligenkraut

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    Taubenschwänzchen an Phlox (Bild: pixabay.com/Hans Braxmeier)
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    Insekten zieht der Phlox an – Schnecken hingegen nicht.

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    Dieser Beitrag ist in der «Bioterra»-Ausgabe April 2020 erschienen.

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    Der Schnecken-Check

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    Die meisten von uns denken nur in den Kategorien Häuschenschnecken und Nacktschnecken. Dabei sind über 280 Schneckenarten in der Schweiz heimisch, neben Süsswasserschnecken und Muscheln auch über 200 Landschnecken. Und sie sind oft nicht einfach zu bestimmen. Deshalb hat das Naturhistorische Museum Bern einen digitalen Bestimmungsschlüssel erarbeitet: den Schneckenchecker. 

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