Mit dem Erblühen der Apfelbäume sind wir im phänologischen Vollfrühling angekommen. Der phänologische Kalender hilft uns zu erkennen in welchem Enwicklungsstadium die Natur sich momentan befindet. Er hat zehn statt nur vier Jahreszeiten.
Das griechische Wort "phainein" bedeutet "sichtbar machen". Dementsprechend ist die Phänologie die Lehre von dem, was sichtbar ist, wissenschaftlich ausgedrückt: die "Lehre von den Erscheinungen".
Was auf den ersten Blick nicht so gut sichtbar ist, sind die oft unwissentlich gemachten kleinen Fehler, die mit der Zeit aber gravierende Auswirkungen auf uns und die Umwelt haben können. So geschehen im Kapuzinerkloster Solothurn (vielleicht haben Sie darüber gelesen), wo die Mönche über Jahrzehnte die Asche aus Küche und Heizungen im Garten ausgebracht haben (in den letzten kamen wohl noch Pestizid-und Herbizideinsatz dazu). Messungen haben nun massive Schadstoff-Grenzwertüberschreitungen ergeben, so dass der Gemüseanbau bis auf weiteres untersagt worden ist...
"Vom Beet auf den Teller" ist das Jahresthema von Bioterra. Das dies so bleibt ist der sorgsame und nachhaltige Umgang mit unserer Umwelt unumgänglich.
Der kompromisslose Biologische Landbau ist damit wohl doch der beste Weg, dass wir auch in Zukunft noch unbeschwert und genüsslich in einen Apfel beissen können.
In diesem Sinne wünschen wir ein achtsames Gartenjahr 2023 und hoffentlich eine reiche und gesunde Ernte!
Der Vorstand der Bioterra Regionalgruppe Solothurn
Garten-Projekt beim Lusthüsli (?!)
Samstag, 22. April 2023 17.00-19.00 Uhr
Mit viel Herzblut haben Barbara Wyss und Agathe Küng beim Lusthüsli in der Weststadt von Solothurn einen Gartenkind-Garten errichtet.
Leider ist das Projekt auf (zu-)wenig Interesse gestossen und es wird nun nach einer anderen Nutzung gesucht.
Der Ort wäre ideal um ein gemeinschaftliches Projekt, Kurse und Anlässe durchzuführen.
Der Vorstand der Bioterra Regionalgruppe wäre aber für ein solches Vorhaben auf die Mithilfe von Mitgliedern und auch anderen Interessierten angewiesen und lädt zu einem Brainstorming am Feuer ein (Für Getränke ist gesorgt, Grillgut selber mitnehmen!).
Julia Oehm, selbstständige Landschaftsarchitektin, Pflanzen- und Naturliebhaberin, erzählt von einheimischen Bäumen, Sträuchern und Kräutern sowie von Moosen und Farnen, den faszinierenden Urgewächsen.
Marie-Christine Egger, kulturhistorische Führungen Solothurn, berichtet von Kienholzbrennern, Pechsiedern, Spindel-, Feuer- und Lichtbäumen, Liebeszauber und Orten mit vergrabenen Schätzen.
«Kapuzinerkresse schmeckt nussig, Dahlien fruchtig und Borretsch würzig»
Essbare Blüten sehen nicht nur im Teller sehr dekorativ aus, sie peppen einfache Gerichte auf und sorgen für ungewohnte Farbtupfer. Blüten zaubern uns interessante Geschmackserlebnisse her. Mit ihren ätherischen Ölen schmecken sie lieblich-würzig bis bitter-scharf. Ihre Verwendung ist vielfältig, nicht nur als Dekoration auf süssen oder gesalzenen Speisen. Auch Tee und Sirup können mit Rosen- und Minzenblüten aromatisiert werden. Grosse feste Blüten wie die Taglilien können gefüllt oder in Bierteig getaucht werden.
Der Kurs Blüten mal anders eignet sich für neugierige Geniesserinnen und Geniesser, die etwas Besonderes und Aussergewöhnliches kreieren wollen.