In den Sommermonaten treffe ich mich mindestens einmal die Woche mit meinen Mitgärtnernden am Abend in unserem Gemeinschaftsgarten. Wir ernten und essen das Geerntete gemeinsam, plaudern, schmieden Gartenpläne und geniessen das Summen und Brummen der Insekten. Für mich ist der Garten ein Ort, an dem Ideen entstehen, an dem ich Ruhe finde und den ich jedes Mal mit viel Elan verlasse.
Ich bin mir sicher, dass sich auch in fremden Gärten ein solches Gefühl einstellt, wenn man sich dort aufhalten darf. Und das ist möglich. Denn auch während der Sommerferien sind diverse Gärten im Rahmen von «Offener Garten» zugänglich. Die tagesaktuelle Auswahl findet ihr unter «aktuell geöffnete Gärten». Einige sind jederzeit zugänglich, andere ganz spezifisch für euch offen. Zum Beispiel werdet ihr im aargauischen Bözberg am kommenden Sonntag, den 27. Juli, gleich an zwei Orten willkommen geheissen, bei Martha Fischer und bei Hans Massler im Jardin des Sens.
Ich wünsche inspirierende Besuche, entspannte Momente im Garten und eine frohe Sommerzeit!
Herzliche Grüsse Julia Müller, Bioterra Geschäftsstelle
Obst-Reife und Obst-Angebot
Reif oder nicht? Jetzt in den Sommermonaten schlagen sich viele Gärtnerinnen und Gärtner mit der Frage herum, ob sie die Früchte am Baum schon ernten oder ihnen noch ein paar Tage geben sollen. Ruedi Lüthi, Bioterra-Kursleiter rund ums Thema Obst und Mitglied bei der Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten Fructus, gibt seine gesammelten Erfahrungen weiter, wie man den Reifegrad von Früchten erkennt.
Lukas und Joana sind im Aufbau der Bio-Baumschule «Bäumlischafft GmbH», die zur Bioterra-Community gehört, und setzen sich damit für mehr Vielfalt, seltene Arten und robuste Anbaukonzepte ein. Da sie eine lange Aufbauphase haben, bevor sie Produkte verkaufen können, sind sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Bist auch du überzeugt davon, dass Bäume etwas verändern können? Dann unterstütze ihr Crowdfunding und hilf ihnen dabei, mit Bäumen Zukunft zu schaffen.
An alle Lehrpersonen, die sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, an ihrer Schule einen Schulgarten zu starten: Am 13. September 2025 bieten wir in Zürich eine Weiterbildung mit Impulsen zu Organisation und Ressourcen, möglichen Flächen und deren Strukturierung und Vorbereitung, Beteiligung unterschiedlicher Nutzergruppen sowie Pflanzplanung.
Das Bioterra-Label garantiert Kund*innen einerseits die Fachkompetenz im Erschaffen biodiverser Lebensräume, den Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngern sowie, die Verwendung biologisch produzierter Pflanzen, die ohne Hormone und Gentechnik herangezogen werden. Andererseits steht das Label für den Fokus auf lokale Materialien, geschlossene Kreisläufe und erneuerbare Energien, also gesamtbetriebliche Nachhaltigkeit im Gartenbau.
Im Hochsommer steht der Genuss und die Freude am Garten im Vordergrund. Dennoch gibt es immer etwas zu tun und zu pflegen. Wo Platz entsteht wird Neues ausgesät oder angepflanzt. Was es im Bio- und Naturgarten zum Beispiel zu tun gibt:
Stockrosen aussäen, damit sie im nächsten Jahr blühen.
Blüten beim Basilikum ausknipsen für längere Ernte.
Abgetragene Sommerhimbeeren werden bodennah abgeschnitten.
Fruchtgemüse wie Tomaten, Peperoni, Auberginen und Peperoncini werden alle 14 Tage mit verdünnter Pflanzenjauche gedüngt.
Im Juli kann Schwarzer Rettich für die Winterernte gesät werden.
Mit Saisontipps, Praxisbeiträgen für biologisches und naturnahes Gärtnern, Reportagen von besonderen Gärten, Porträts von Gartenmenschen und vielem mehr begleitet Sie unsere Zeitschrift «Bioterra» durchs Gartenjahr.