*Vom „Ein Jahr im Garten“, Kay Maguire und Sally Soweol Han
Liebe Leserin, lieber Leser
Mai meldet sich, und im Garten und/oder auf dem Balkon ist viel los. Die kälteempfindlichen Pflanzen können bald raus, die Jungpflanzen wollen oft gegossen werden, die Erbsen tragen nun bald Blüten, bei den Kartoffeln zeigen sich die ersten grünen Triebe, die letzten Radieschen wollen geerntet und genossen werden, und der Gartensalat schmeckt frisch und gut.
Wusstet ihr, dass die alten Ägypter die Ersten waren, die Salat kultiviert haben? Aus den Samen stellten sie Öl her, und im antiken Griechenland wurde Salat als Medikament verwendet; denn man entdeckte, dass der Milchsaft beruhigend, schmerzstillend und harntreibend wirkt, auch galt es als einschlaffördernd. Dies stand - gut 3000 Jahre später - bis 1970 immer noch im deutschen Arzneibuch.
Die Salatblätter vom Romana-Salat waren besonders beliebt bei den Römern. Eigentlich stammt das Wort Salat aus dem Italienischen und bedeutet ursprünglich „in Salz/gesalzen“ - also haltbar gemachte Speisen. Die Salatpflanze wurde Lactuca genannt. Lactuca ist das lateinische Wort für Milch, und dies wiederum bezieht sich auf den Milchsaft, welcher austritt, wenn wir Salat ernten. Kolumbus soll im 15. Jahrhundert den Salat in Amerika eingeführt haben. Auch in Asien wurde Salat später bekannt. Dort bevorzugen sie jedoch eher den Strunk als die Blätter.
Immer wieder wurden damals neue Sorten gezüchtet, um den Salat an den unterschiedlichsten Orten anzupassen, heute ist es nicht anders. Sativa AG und die Stiftung ProSpecieRara haben das Citizens-Science-Projekt „Mit vereinten Gärten“ ins Leben gerufen. Zusammen mit Profi- und Hobbygärtner*innen wollen sie klimaresistente Sorten aus alten Sorten entwickeln, die sich für den biologischen Anbau eignen.
Baut ihr auch gerne Salat an? Welche sind eure Lieblingssorten?