Traumkombinationen in Topf und Kistchen

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Einheimische Wild- und Kulturpflanzen fühlen sich in Töpfen und Kistchen sehr wohl. Wir verraten Ihnen, was Sie dabei beachten müssen, und geben Kombinations-Beispiele für sonnige, halbschattige und schattige Standorte.

Von Christine Odermatt
Gräser, Stauden, Pelargonien und heimische Wildpflanzen, sie alle lassen sich wunderbar miteinander kombinieren. Wichtig ist, dass man Freude hat am Experimentieren und sich traut, Ausgefalleneres zusammenzubringen. Zwei feine Einheimische, die Rundblättrige Glockenblume Campanula rotundifolia sowie die Felsennelke Petrorhagia saxifraga beispielsweise, sehen mit allen Zierpflanzen sehr schön aus. Auch einheimische Gräser machen sich gut mit Züchtungen und Kulturpflanzen. Selbst eine kommune Balkongeranie kommt mit einheimischen Wildstauden apart zur Geltung. In grossen Töpfen wirken sie, neben den indige-nen Mondviolen Lunaria rediviva, die ausgefallene Fruchtstände und grosse Blätter haben, sowie der ebenfalls heimischen Ästigen Graslilie Anthericum ramosum mit ihren zarten Blüten wunderschön. Auch das hiesige Sichelblättrige Hasenohr Bupleurum falcatum mit seinen zarten, gelben Dolden und hübschen Fruchtständen passt gut zu anderen Zierpflanzen. Einige der einheimischen Pflanzen remontieren ein zweites Mal, sodass man sich über eine lange zweite Blütezeit freuen kann. Natürlich sind aber auch stehen gelassene Fruchtstände immer eine wunderbare Augenweide.

Oberstes Gebot, das es bei der Kombination von Zier- mit Wildpflanzen zu beachten gilt: Pflanzen mit ähnlichen Wasser-, Nährstoff-  und Bodenansprüchen aufeinander abstimmen, dann fühlen sie sich zusammen wirklich wohl. Das Gefäss übernimmt dabei die Aufgabe des Gartenbodens. Bepflanzt werden kann jegliche Art von Behälter. Weil Töpfe und Kistchen zuweilen wenig Platz für die Wurzeln bieten, ist die Qualität der Erde entscheidend für ein gesundes, kräftiges Wachstum. Wichtig ist, dass das Substrat eine gute Struktur hat und diese auch über Jahre beibehält. Empfehlenswert sind Produkte von Ricoter und Ökohum. Herkömmliche Balkonerde eignet sich nicht, da diese nach einer Saison buchstäblich ausgelaugt ist und darum im Herbst entsorgt werden muss. 
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