Wassergarten mit Ausblick

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Mai 2020 | Naturgarten-Profis


Im malerischen Thurgauer Seebachtal entstand auf zwei Ebenen dieser Wassergarten mit fliessenden Übergängen. So gestalten unsere Naturgarten-Profis – eine vorher/nachher-Geschichte aus der Mai/Juni-Ausgabe des Magazins «Bioterra».

Von Carmen Hocker
Fotos und Plan: Andreas Kekeis

Ausgangslage

Spielturm, Rutschbahn und Schaukel haben ausgedient. Für ihre Kinder im Teenageralter und sich selbst wünschte sich die Bauherrschaft einen Schwimmteich anstelle der eintönigen Rasenfläche. Inspiration war ein Wassergarten von Andreas Kekeis, den die Familie besucht hatte.

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Das Projekt

Das Grundstück liegt am Rande eines kleinen Ortes im Thurgauer Seebachtal. Vom Garten aus eröffnet sich ein freier Blick in die Landschaft. Der Umschwung des Hauses umfasst 330 m2, wovon der neu angelegte Schwimmteich 75 m2 einnimmt. Da das Gelände leicht abschüssig ist, wurde der Hang mit einer Trockenmauer aus Rorschacher Sandstein abgefangen.

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Wasser in Balance

Rund um den Schwimmbereich gibt es Ausgleichsflächen mit schmucken, teils blühenden Wasser- und Sumpfpflanzen. Die Klärung des Teichs erfolgt in erster Linie über das tiefer liegende Klärbecken. Dort sickert das Wasser durch Sand und eine Schicht aus Rundkies. Nährstoffe werden unter anderem von Feenkraut (Acorus calamus) und Gelber Schwertlilie (Iris pseudacorus) entzogen.

Ebenen mit Weitblick

Landschaftsplanung liegt Andreas Kekeis am Herzen. Der Umgang mit dem Kontext der Umgebung ist ihm wichtig. Bei diesem Entwurf ging er von der halbrunden Trockenmauer aus, die den bestehenden Sitzplatz rahmt. Durch die Einteilung in zwei Ebenen gewinnt der Garten optisch an Spannung. Über einen breiten Speier plätschert das Wasser in ein tiefer liegendes Becken.

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Brummen und Summen

Mit mehrheitlich einheimischen Wildstauden entstanden Lebensräume für die Vogel- und Insektenwelt. Neben Wasserpflanzen ist eine Hochstaudenflur prägend, mit Wildpflanzen, die bis zu 1,7 m hoch werden.

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(Fotos: Erika Gussmann)


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Dieser Artikel wurde in der Mai/Juni-Ausgabe 2020 des Magazins «Bioterra» publiziert.