Energie im Fluss

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Juli 2020 | Naturgarten-Profis


Weiche Formen und verschiedene Ebenen schaffen in diesem Garten sanfte Übergänge. So gestalten unsere Naturgarten-Profis – eine vorher/nachher-Geschichte aus der Juli/August-Ausgabe des Magazins «Bioterra».

Von Carmen Hocker
Fotos: Benedikt Dittli

Ausgangslage

Ein sonniger Hanggarten mit Blick auf Bern. Das Besitzerehepaar, dessen Kinder bereits flügge waren, wünschte sich eine naturnahe Umgestaltung mit möglichst vielen Lebensräumen für Flora und Fauna. Die Neigung des Geländes weg vom Haus wurde durch die Schaffung von Ebenen aufgefangen. Auf diese Weise fühlt sich der Mensch im Garten geborgener.

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Das Projekt

Auf der Südseite des Hauses liegt der grössere Teil des Gartens mit einer Fläche von rund 375 m2. Wo vorher eine leere Rasenfläche war, erstreckt sich heute eine artenreiche Wasserlandschaft. Entlang der darunter liegenden Grundstücksgrenze, die rund 90 m2 einnimmt, blieb die Streuobstwiese erhalten. Durch Neuansaaten konnten weitere einheimische Wildblumen wie Wiesen-Margerite und Wiesen- Flockenblume angesiedelt werden.

Raffinierter Brückenschlag

Der Holzsteg über den Teich beschattet nicht nur einen Teil des Wassers, sondern ermöglicht auch das hautnahe Erleben des Elements. Um alles grosszügiger erscheinen zu lassen, beginnt der Steg bereits oben an der Terrasse, gesäumt von üppig blühenden Stauden.

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Artenreiche Wasserlandschaft

Für Planer Peter Lüthi ist ein Teich nicht nur wertvoller Lebensraum für einheimische Tiere und Blickfang für den Menschen. Eine Wasserfläche ist insofern pflegeleicht, als dass sie weder gemäht, gejätet noch gegossen werden muss. Sara Stolz ist es wichtig, dass es im Garten Wege zum Wandeln gibt und Sitzplätze, um alles aus verschiedenen Perspektiven zu erleben.

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(Illustration: Peter Lüthi)


Hingucker schaffen

Manche einheimischen Pflanzen sind eher unscheinbar. Sara Stolz pflanzt deshalb gerne ein paar Sympathieträger, die durch ihre dekorative Erscheinung auch aus der Ferne wirken. Mit Schwertlilien oder einem Meer aus Margeriten gewinnt man nebst den Besitzern auch die Nachbarn für die Naturgartenidee.

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Dieser Artikel wurde in der Juli/August-Ausgabe 2020 des Magazins «Bioterra» publiziert.