Räucherungen - Wacholder, Salbei und Rosmarin

Das Wort Raunacht entstand aus dem Begriff Rauchnächte, denn in der Zeit vom 24. Dezember bis zum 5. Januar wurden traditionelle Räucherungen in den Häusern und Ställen durchgeführt. Die Räucherung mit Wacholder diente früher zum Schutz von Haus und Hof und wurde auch in Krankenhäusern zur Desinfektion durchgeführt. Vom Wacholder können alle Teile verwendet werden, meist nimmt man aber die getrockneten Beeren und Nadeln. Wacholder besitzt stark keimtötende und abwehrsteigernde Wirkung. Auch Salbei und Rosmarin sind traditionelle Reinigungskräuter. Gerade in Grippezeiten oder bei Erkältungskrankheiten hat sich das Räuchern mit diesen drei Kräutern bewährt. Man bindet Zweige von Rosmarin, Salbei und Wacholder mit einem Baumwollfaden fest zusammen, so dass man einen etwa 15 bis 20 cm langen Stab erhält, den man zum Trocknen aufhängt. Bei Bedarf entzündet man den Räucherstab, lässt ihn kurz anbrennen und bläst dann die Flamme aus, sodass er weiterglüht und seinen duftenden Rauch verströmt.

Quelle

Zeitschrift «Bioterra»,
Nov./Dez. 2015
(Freitag, 23. September 2016)
Kategorie: 
Kräuter - Heilkräuter