Der Giersch - Aegopodium podagraria

Giersch Aegopodium podagraria, auch Baumtropf oder Geissfuss genannt, gehört zu den eher problematischen Wildkräutern. Der weiss blühende Doldenblütler kann eine Höhe von bis zu 100 cm erreichen. Er verbreitet sich durch starke Rhizombildung und durch Versamung. Giersch ist sehr genügsam und wächst auf jedem Boden. Auf keinen Fall sollte Giersch kompostiert werden, da man ihn so weiterverbreitet.

Massnahmen:
Hacken: Ist nicht effektiv, da man damit die Wurzeln zerstückelt und aus jedem Teilstück eine neue Pflanze wächst.
Ausgraben: Ist zwar mühsam, aber effektiv. Der Giersch bildet keine tiefreichenden Wurzeln. Wenn das Staudenbeet mit Giersch durchwachsen ist, muss man jede Pflanze herausnehmen und samt den Wurzeln entfernen.
Abdecken: Mit Abdecken dauert es rund zwei Jahre, bis die Wurzeln durch Lichtmangel vollständig abgestorben sind. Danach sollte man die Fläche weiter beobachten, denn die Samen sind lange keimfähig.
Abpflücken und essen: Man kann den Giersch als ständig nachwachsenden Wildspinat betrachten und ernten. Dadurch dezimiert man ihn aber nicht.
Giersch in der Küche: Durch seinen hohen Gehalt an Mineralien wirkt Giersch basisch und fördert den Harnfluss. Die jungen Blätter, die Vitamin C enthalten, kann man im Salat essen oder, gekocht als Spinat, in Suppen und Aufläufe geben. Auch die Blüten sind essbar und können Salate und Suppen verzieren. Die Blätter kann man trocknen und als Tee geniessen.

Quelle

Zeitschrift «Bioterra»,
Nov./Dez. 2015
(Freitag, 23. September 2016)
Kategorie: 
Kräuter - Heilkräuter