Fruchtwechsel im Gemüsebeet - Bodenmüdigkeit verhindern

Bei der Beetplanung im Frühling gilt es zu berücksichtigen, dass die meisten Gemüse und ihre nahen Verwandten aus der gleichen Pflanzenfamilie, nicht zwei- oder mehrmals hintereinander angebaut werden sollten. Dadurch lassen sich Krankheiten und Schadinsekten verhindern. Die Gemüsepflanzen werden zudem nach ihrem Nährstoffanspruch in Schwach-, Mittel- und Starkzehrer eingeteilt.

Im ersten Jahr gedeihen Starkzehrer auf einem Beet, das mit 3 bis 4 Liter ausgereiftem Kompost pro m2 versorgt worden ist. Eine vorausgehende Gründüngung mit Puffbohnen bringt zusätzlichen Stickstoff ins Beet. In zweiter Tracht folgen im nächsten Jahr die Mittelzehrer, die im Frühjahr 2 bis 3 Liter Kompost pro m2 bekommen. Im dritten Jahr folgen die Schwachzehrer. Zu ihnen gehören vor allem die Leguminosen, die sich selbst über Stickstoff bindende Bakterien in den Wurzelknöllchen mit Stickstoff versorgen können. Sie bekommen im Frühjahr 1 bis 2 Liter Kompost pro m2. Zu den Schwachzehrern zählen auch Kräuter.

Starkzehrer sind: Alle Kohlarten, ausser Kohlrabi, Gurken, Kartoffeln, Kürbis, Lauch, Sellerie, Tomaten, Peperoni, Zucchetti, Mais, Auberginen, Artischocken.

Mittelzehrer sind: Fenchel, Knoblauch, Kohlrabi, Rüebli, Rettich, Radiesli, Randen, Salate, Spinat, Zwiebeln, Krautstiel, Pastinaken, Stangenbohnen.

Schwachzehrer sind: Buschbohnen, Erbsen, Kefen, Kräuter.

Quelle

Zeitschrift «Bioterra»,
Jan./Feb. 2014
(Donnerstag, 02. Januar 2014)
Kategorie: 
Gemüse - Mischkulturen