Garten mit Konzept: Yvonne und Thomas Zbinden planten ihren Garten nach den Prinzipien des Feng-Shui – heute gestalten sie vieles auch nach Gefühl. «Dank der chinesischen Lehre konnten wir den Garten gut strukturieren und in verschiedene Bereiche einteilen.» Von Sandra Weber er Name war einst Programm: Hirseweg. Am Hirseweg in Burgdorf wuchs nämlich vor noch gar nicht so langer Zeit jede Menge Hirse. Hirse und Kamille, auf dem Feld hinter dem brandneuen Haus, fast so weit das Auge reichte. «Nie haben wir so gut geschlafen wie damals», erzählt Thomas Zbinden mit einem Schmunzeln. «Den Kamillen- duft hat es nachts bis ins Haus getragen.» Yvonne Zbinden, seine Frau, erinnert sich mehr an die Unge- wissheit. «Da standen wir in unserem fast fertigen, neu- en Haus, aber dahinter lagen einfach 1200 m2 Brachland und ein Berg von Aushub. Und wir wussten nicht so recht, was wir damit anfangen sollten.» Das war 2008. Heute erstreckt sich hinter dem mitt- lerweile nicht mehr ganz so neuen Haus ein mit sanften kleinen Hügeln durchsetztes, wildromantisches Paradies aus verwunschenen Wegen, geschwungenen Stauden- beeten, Schatten spendenden Gehölzen und unzähligen Rosen. Sitzplätze für jede Tageszeit laden zum Ausruhen und Geniessen ein, eine Feuerschale zur Geselligkeit, und ganz in der Mitte spiegeln sich auf einem Naturpool die vorbeiziehenden Wolken am Himmel. Dazwischen liegen viele Jahre Arbeit. Gartenarbeit natürlich, aber vor allem auch viel Planungsarbeit. Alles im Fluss Als Thomas und Yvonne Zbinden begannen, ihren Garten zu gestalten, hatten sich beide bereits mit der chinesischen Lehre des Feng-Shui befasst, welche unter anderem Wohnräume in verschiedene Energie- und Lebensbereiche einteilt. Ziel der Lehre ist es, Räume möglichst so zu gestalten, dass die Lebensenergie, das sogenannte «Chi», optimal fliessen kann. Sie entschieden sich, dieses Prinzip auch auf den Garten anzuwenden. «Ein Garten lässt sich ja gut in verschiedene Bereiche | B i o t e r r a 6 / 2 0 2 6 15