S A I S O N C I T Y - G A R T E N Mitten in London Die Kochbuchautorin, Pädagogin und Kö- chin schreibt über ihre Erfahrungen, die sie mit ihrem Garten, der mitten in London liegt, gemacht hat. Das Buch ist gleichzeitig Tagebuch, anleitendes Handbuch und Koch- buch. Es verführt zum Säen, Anziehen, Ern- ten und Zubereiten eigener Gartenschätze. Für jeden einzelnen Monat wird angegeben, welche Arbeiten anstehen, was man am bes- ten sät und erntet. Wo immer möglich, gibt es auch Tipps dazu, welche Gemüse, Obstarten und Kräuter man in Gefässe auf dem Balkon oder der Terrasse setzen kann. Ergänzend enthält das Buch praktische Ernte- und Pflanztabellen für jeden Monat und viele Rezepte. Die neue StadtGartenLust, vom Säen, Ernten, Geniessen, Celia Brooks Brown, DVA, München, 2011, ca. Fr. 40.90. Pikante Sauce zu gegrilltem Gemüse 4 EL Tomatenpüree, 1 EL Honig, 2 EL Sojasauce, 2 EL Apfelessig, 1 TL Paprikapulver, 1 TL Kuminsamen, 1 Prise Cayennepfeffer. 1 Handvoll gehackter Koriander, 1 Handvoll gehackte Petersilie, 1–2 Knoblauchzehen, mit Salz im Mörser zur Paste gestossen, 2 EL Olivenöl, 2 EL Wasser Für die Sauce alle Zutaten in der Küchenmaschine pürieren. Falls sie zu fest wird, etwas Wasser hinzufügen. F R U C H T W E C H S E L Bodenmüdigkeit verhindern Bei der Beetplanung im Früh- ling gilt es zu berücksichtigen, dass die meisten Gemüse und ihre Verwandten aus der glei- chen Pflanzenfamilie nicht zweimal oder mehrmals hinter- einander angebaut werden soll- ten. So lassen sich Krankheiten und Schadinsekten vermeiden. Die Gemüsepflanzen werden zudem nach ihrem Nährstoff- anspruch in Schwach-, Mittel- und Starkzehrer eingeteilt. Im ersten Jahr gedeihen Starkzehrer auf einem Beet, das mit 3 bis 4 Liter ausgereiftem Kompost pro m2 versorgt worden ist. Eine vorausgehende Gründüngung mit Puffbohnen bringt zusätzlichen Stickstoff ins Beet. In zweiter Tracht folgen im nächsten Jahr die Mit- telzehrer, die im Frühjahr 2 bis 3 Liter Kompost pro m2 be- kommen. Im dritten Jahr folgen die Schwachzehrer. Zu ihnen gehören vor allem die Leguminosen, die sich selbst über Stickstoff bindende Bakterien in den Wurzelknöllchen mit Stickstoff versorgen können. Sie bekommen im Frühjahr 1 bis 2 Liter Kompost pro m2. Starkzehrer sind: alle Kohlarten ausser Kohlrabi, Gurken, Kartoffeln, Kürbis, Lauch, Sellerie, Tomaten, Peperoni, Zucchetti, Mais, Aubergi- nen, Artischocken. Mittelzehrer sind: Fenchel, Knoblauch, Kohlrabi, Rüebli, Rettich, Radiesli, Randen, Salate, Spinat, Zwiebeln, Krautstiel, Pastinaken, Stangenbohnen. Schwachzehrer sind: Buschbohnen, Erbsen, Kefen, Kräuter. W E I D E N R U T E N Schnitt während der Winterruhe Weidenruten zum Flechten von Rankgerüsten, Beeteinfassungen oder Bauen von lebenden Ge- bilden kann man entweder als Bündel im Handel kaufen oder selber schneiden. Wer keine Weiden im eigenen Garten hat, findet diese an vielen Bä- chen und Gewässerrändern. Vor dem Schneiden muss man jedoch die Grundstücksbesitzer um Erlaubnis fragen. Natur- und Vogelschutzvereine, Gemeinden, Stadtgärtnereien, Forstämter, Um- weltschutzstellen oder Dienststellen wie Land- schaft und Wald, Verkehr und Infrastruktur, Um- welt und Energie geben Auskunft, wo man Weiden zum Flechten schneiden kann. Die beste Zeit zum Schneiden von einheimischen Flechtweiden ist die Vegetationsruhe ab Blattfall bis Ende Februar. Sehr gut geeignet zum Flechten von kleineren Gebilden sind die Purpurweide Salix purpurea und die Mandelweide Salix triandra. Für grössere Ge- bilde verwendet man entweder die Korbweide Sa- lix viminalis oder die Bruchweide Salix fragilis. Für den Lebendverbau müssen die frisch geschnit- tenen Ruten sofort verarbeitet oder in Wasser eingestellt werden. So ist ein Anwachsen möglich. Zum Totverbau sollte man das Weidenmaterial trocknen lassen und vor dem Verwenden wieder in Wasser einlegen. Bezugsquelle für Weiden und Weidenruten: www.wildi-garten.ch, www.weidenbau.ch F O T O : G A P - P H O T O S B I O T E R R A 1 / 2 0 1 4 11