| Wellness aus dem Garten | | Drucken | |
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Viele Gartenpflanzen sind mehr als ein optischer und kulinarischer Genuss. Die berühmten Klostergärten waren Apotheken der Natur und bargen mit ihrer Vielfalt an Kräutern und Blumen Schätze, die auch moderne Menschen sich zu Nutze machen können: für ein Wohlbefinden, das weit über das streng Medizinische hinausgeht. Vom Frühsommer bis in den Spätherbst ist zum Beispiel die strahlend gelb-orange Ringelblume, deren Name vom charakteristisch gekrümmten Samen stammt, nicht nur ein schöner Farbtupfer im Garten. Sie gehört auch zu den alten Heilpflanzen, die äusserlich und innerlich Anwendung finden. Eine einfach herzustellende Ringelblumensalbe aus Blütenblättern, Olivenöl und Bienenwachs wirkt Wunder gegen rau und rissig gewordene Gärtnerinnenhände. Als Gesichtscreme verwendet, beruhigt die Ringelblumensalbe leichte Entzündungen oder raue Hautstellen und sorgt für einen zarten Teint (siehe «Wellness im Sommer»). Geradezu ein Klassiker für die Hautpflege ist die Gurke. Zur Erfrischung von Gesicht und Körper empfiehlt es sich, nach dem Duschen die Haut mit Streifen von Gurkenschalen einzureiben. Ihre Inhaltsstoffe wirken gegen fettige und grossporige Haut sicht- und spürbar. Auch normale Haut profitiert übrigens von den erfrischenden Inhaltsstoffen der Rankpflanze. Die einfachste Art ist es, sich hinzulegen und Gurkenscheiben aufs Gesicht sowie je eine Gurkenscheibe auf jedes Auge aufzulegen. Ein paar Minuten ruhig liegen bleiben. Für eine anhaltende Wirkung sorgen Gurkenmasken (siehe «Wellness im Sommer»). Beruhigend, belebend, heilendNach einem anstrengenden Gartentag taucht man am besten in ein entspannendes, herrlich duftendes Bad: eine Handvoll frisch geschnittene Lavendelblüten aus dem eigenen Garten beruhigt die beanspruchten Glieder. Man kocht sie in einem Liter Wasser auf, siebt die festen Pflanzenteile ab und fügt den Sud dem Badewasser bei. Etwas aufwendiger, dafür auf Vorrat herzustellen, ist ein Badeöl aus Lavendelblüten. Als besondere Spezialität für alle Lebenslagen hat sich ein Lavendelpotpourri bewährt: Auf dem Schreibpult soll es Stress abbauen, auf dem Nachttisch beim Einschlafen helfen und, vermischt mit Rosenblüten, die Traurigkeit mildern. Wer den Aufwand, ein duftendes Lavendelpotpourri herzustellen, nicht scheut, tut auch der Nase Gutes. Im Unterschied zum ausgleichenden und beruhigenden Lavendel weckt Rosmarin die Lebensgeister. Er belebt als Ganzkörperbad und ist eine Wohltat für strapazierte Füsse (siehe «Wellness im Sommer»). Das Johanniskraut, dessen Name vom Johannistag am 24. Juni kommt, ist eine Wildstaude, die mit ihren strahlend gelben Blüten auch als Gartenzierde leicht angesiedelt werden kann. Das Johanniskraut braucht viel Sonne und durchlässigen Boden. Das Öl aus dem Kraut ist ein traditionelles Naturheilmittel zum Einreiben bei Sonnenbrand, Verbrennungen, Muskelverspannungen, Hexenschuss und Rheuma (siehe «Wellness im Sommer»). Da die Verwendung von Johannisöl die Haut lichtempfindlich macht, dürfen behandelte Stellen nicht der Sonne ausgesetzt werden. Ganzen Artikel lesen? Hier Bioterra-Mitglied werden oder Probeheft bestellen. |









