| Tomaten – 10 Tipps für gutes Gelingen | | Drucken | |
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Je nach Quelle soll es weltweit bis zu 20 000 Tomatensorten geben. Von den Saatgutmultis gesteuert, sind für den Normalverbraucher indes nur wenige uniforme, gut verpack- und transportierbare Sorten erhältlich, die zwar schön, aber meist fad sind und das ganze Jahr über Saison haben. Nutzen Sie besser die riesige Vielfalt lokaler Sorten und erforschen Sie deren Anbau im eigenen Garten. Sie werden erleben, dass Sie bald zu den Tomatenfans gehören. Die Auswahl der Sorten erleichtern Ihnen reich illustrierte Tomatenbücher, zum Beispiel von unserem Tomatenspezialist, Andres Sprecher: «Das grosse Buch der Tomaten», Andres Sprecher, Fona-Verlag. Unter www.tomandi.ch fi nden Sie Saatgut von vielen speziellen Sorten. Für das Tomatenglück ausschlaggebend ist auf jeden Fall die Sortenwahl – desgleichen, ob frühe, mittelfrühe oder späte Sorte. Natürlich müssen Sie auch die Bodenverhältnisse und das Klima berücksichtigen. Probieren Sie es und sammeln Sie Erfahrungen! Man unterscheidet fünf Gruppen von Tomaten:
1. SäenBeste Erfahrungen in meiner bald 40-jährigen Tomatenkarriere habe ich mit der Aussaat in mit «alter» Komposterde gefüllte Saatschalen gemacht. Für meine etwa 30 Pfl anzen, für die es in meinem Folientunnel Platz hat, lese ich 12–15 verschiedene Sorten aus. Natürlich ziehe ich mehr als nur 30 Stück an. So kann ich die schönsten zum Pikieren auswählen und habe erst noch genügend zum Verschenken. Darum muss ich die verschiedenen Sorten beim Aussäen auch sauber trennen und entsprechend anschreiben. Ich säe erst Ende März/ Anfang April aus, sonst werden die Jungpfl änzchen zu lang, zu dünn und zu kraftlos, geil. Sie brauchen für ein zügiges Wachstum viel Wärme, Licht und Feuchtigkeit. 2. PikierenNach etwa 3 Wochen sind die Pfl anzen bereit zum Pikieren. Dazu verwende ich Töpfe von 10 cm Durchmesser, gefüllt mit einem Gemisch aus Gartenerde und reifer Komposterde. Die Pfl anzen stellt man nun kühler, damit sie kräftig und gedrungen wachsen. Weitere 3–4 Wochen später sind die Tomaten zum Auspfl anzen in den Garten bereit, nachdem ich sie vorher einige Tage ins Freie gestellt und so abgehärtet habe. 3. AuspflanzenNach den letzten Frösten erfolgt das Auspfl anzen ins Freiland in gut und tief gelockerten Boden. Im Folientunnel erfolgt das Pfl anzen früher. Der Pfl anzabstand ist sortenabhängig. Je nach Grösse in den Reihen 40–60 cm und zwischen den Reihen 75 cm Abstand. In das schaufeltief schräg nach Süden ausgehobene Pfl anzloch gebe ich eine gute Handvoll klein geschnittene Brennnessel- und Beinwellblätter, darüber einen knappen Liter halb verrottete Komposterde. Das Loch fülle ich mit Gartenerde, in welche ich die junge Tomate bis eine Handbreit unter den ersten Blütenansatz schräg nach Süden abwärts einpfl anze und gut angiesse. 4. WitterungsschutzTomaten soll man in unseren Breitengraden nicht ungeschützt der Witterung aussetzen, denn sie sind sehr pilzanfällig. Man darf sie aber auch nicht komplett in Plastik einpacken – denn damit schafft man ein günstiges Pilzmilieu. Am besten ist eine genügend grosse Überdachung, deren Konstruktion gleichzeitig benutzt werden kann, um die Pfl anzen an Schnüren in die Höhe zu ziehen. So kann die Luft von allen Seiten durchziehen und die Tomaten sind vor Regen geschützt. Auch im Folientunnel muss man auf gute Durchlüftung achten. 5. DüngenTomaten sind Starkzehrer: Vor dem Pfl anzen den Boden mit 3–5 Litern/m2 Kompost düngen und diesen gut einarbeiten. In der Hauptwachstumszeit, Juni/Juli, lieben sie alle 3–4 Wochen eine Gabe von Brennnessel- oder Beinwelljauche. Nährstoffüberschuss kann aber zum Einrollen der Blätter führen. Ganzen Artikel lesen? Hier Bioterra-Mitglied werden oder Probeheft bestellen. |









