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 Der Familiengarten von Ute Studer liegt mitten in der Stadt Zürich. In ihrem 200 Quadratmeter umfassenden Garten bietet die Biogärtnerin und «bioterra»- Autorin einer Vielfalt von Pflanzen und Tieren wichtigen Lebensraum.
Zur Freude vieler Menschen, die den Garten bestaunen und bewundern. «Etwas blüht hier immer», sagt Ute Studer, Biogärtnerin und «bioterra»-Autorin. Ihr Kleingarten am Rande des Friedhofs Sihlfeld in Zürich-Aussersihl ist ein Paradies für Vögel, Schmetterlinge, Wildbienen und andere Kleintiere. Zudem erfreut er als Augenweide Spaziergängerinnen und Stadtwanderer aus dem Quartier, und dies rund ums Jahr. Sechs Gartenhäuschen, keines wie das andere. Sechs Gärten mit ganz unterschiedlichen Nutzungen und nirgendwo ein Zaun dazwischen: Das winzige Areal, das zwar zum grossen Familiengartenareal zwischen Friedhof und Fellenbergstrasse gehört, verrät gute Nachbarschaft und Individualität. Ute Studers 200 m2 grosser Garten liegt direkt am Spazierweg: Eine zartrosa ‘New Dawn’-Rose rankt sich dem Drahtgitter entlang. Sie blüht bis in den späten November hinein. Kahl und leergeräumt ist der Garten ohnehin nie: Fürs Auge bietet er zu jeder Jahreszeit etwas – und für den Genuss auch. In den umliegenden Gärten sind da und dort Frauen und Männer an der Arbeit. Sie grüssen über Beerenstauden hinweg und wechseln ein paar Worte. «Wir haben ein sehr gutes Verhältnis in unserem kleinen Geviert», sagt Ute Studer. Es sind junge Paare mit und ohne Kinder, ein Junggeselle und ein Brüderpaar aus Kroatien mit ihren Familien. Eine Nachbarin ist Staudengärtnerin, ihr Partner Landschaftsarchitekt. «Und die meisten gärtnern biologisch», so Ute Studer, «wir tauschen Gartentipps, Pflanzen und Stecklinge.» Dass die Schweizer sonntags in ihren Gärten werken, während die kroatischen Familien die Feiertagsruhe hoch halten, hat noch nie zu Unstimmigkeiten geführt. Auch mit den Passanten pflegt Ute Studer guten Kontakt: «Die älteren Damen aus dem Altersheim wissen, dass sie ab und zu ein Röschen vom Hag brechen dürfen.» Vor zehn Jahren hat Ute Studer, den Leserinnen und Lesern von «bioterra» als Autorin und Kolumnistin längst vertraut, den Garten im Sihlfeld übernommen. Früher hatte sie schon einmal einen eigenen Garten, und während Jahren pflegte sie zusammen mit Schulkindern den grossen Schülergarten in Zürich-Albisrieden. Das habe ihr immer sehr viel Freude gemacht. Der einzige Wermutstropfen war jeweils, als im Herbst der Schülergarten geräumt werden musste. Ihr jetziger Garten liegt ideal. Sie braucht lediglich fünf Minuten von der Haustür bis zum Gartentörchen, und mit dem Fahrrad gehts noch rascher. Im Frühjahr und Sommer ist sie täglich hier. Aber auch in der kühlen Jahreszeit gibt es zu tun – ein bisschen Federkohl für den Kochtopf schneiden, Ranken hochbinden, ein verrutschtes Zaunkönighäuschen zurechtrücken, den Sitzplatz aufräumen - und sich natürlich an den vielfältigen Samenständen, an Christrosen und anderen Winterblühern erfreuen. «Mir gefällt die Lage nahe des Friedhofs mit den schönen alten Bäumen», sagt sie. Dass man sich hier mitten in der Stadt und in einem der am dichtesten besiedelten Quartiere befindet, spürt man kaum. Der Verkehr scheint anderswo vorbeizubrausen.
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