| Blütenzauber für's Sommerbuffet | | Drucken | |
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Für Gartenliebhaber gibt es kaum etwas Schöneres als ein üppig blühendes und duftendes Blütenmeer. Prompt stellt sich natürlich die Frage um die Bekömmlichkeit der Augenweide. Ich selbst dekoriere seit Jahren zahlreiche Speisen mit Blüten. Dennoch gibt es immer wieder staunende Gesichter – sogar bei Gärtnern. Blüten als Dekoration und Nahrung sind jedoch keine Erfindung der Neuzeit. Bereits vor 2000 Jahren wurden sie gegessen. Aus der Barockzeit wiederum sind zahlreiche Blumen-Rezepte überliefert. Querbeet durch die Jahrhunderte waren Blüten als Garnitur das Nonplusultra für jedes Gericht. Die Vielfalt essbarer Gartenblumen ist enorm. Dass man die Blüten sämtlicher Gewürzpflanzen verspeisen kann, dürfte den meisten bekannt sein. Trotzdem werde ich immer wieder von Kursteilnehmern gefragt, ob etwa Bärlauchblüten, die ich als Dekoration verwende, wirklich geniessbar seien. Manche glauben gar, blühender Bärlauch sei giftig. Weit gefehlt! Doch wie stehts mit der Bekömmlichkeit von Tulpen? Oder mit jener von Taglilien, Dahlien, Phlox, Nelken, Glockenblumen, Kamelien, Chrysanthemen und Kosmeen? Tatsächlich lässt sich ein Grossteil der bekannten Gartenblumen essen. Eine kleine Auswahl davon ist im Anhang aufgeführt. Auf der Liste sind auch die wunderschönen Akazienblüten und Passionsblumen erwähnt, die ein bekanntes Giftpflanzenbuch notabene neben den Tulpen als giftig bezeichnet. Wäre dem so, weilte ich längst nicht mehr unter den Erdenbürgern, da ich alle drei Blüten regelmässig geniesse. Wovon hingegen abzuraten ist, sind Blüten mit unbekannter Herkunft, wie solche aus dem Blumenladen oder vom Supermarkt. Diese werden in der Regel mit einem ziemlich giftigen und entsprechend ungeniessbaren Chemiecocktail behandelt. Solche Blüten kann und sollte man auf keinen Fall essen. Da aber Leserinnen und Leser von «bioterra» einen Biogarten oder einen Balkon ihr Eigen nennen, können auch sämtliche essbaren Blüten genossen werden. Essbar ist vieles. Aber nicht alles schmeckt gut. Ich persönlich bevorzuge in meiner «Blüten-Hexenküche» ausschliesslich aromatische Blumen. Andere verwende ich zur Dekoration, esse sie aber trotz ihrer Genusstauglichkeit nicht, wie beispielsweise Chrysanthemen und Glockenblumen. Gewisse Blüten, etwa Korn- und Ringelblumenblütenblätter, verwende ich gerne als Farbtupfer, indem ich sie fein gezupft oder geschnitten unter Butter mische, sie als Blütenzucker verwende oder sie auf Pasta-Gerichte streue. Auch Borretsch, Dahlien, Blütenblätter von Sonnenblumen, Kosmeen und Mohn sind essbar. Ich schätze sie jedoch vor allem ihrer Farbe und nicht des Geschmacks wegen. Am besten probiert man selbst aus, was einem mundet. Ganzen Artikel lesen? Hier "bioterra" abonnieren.
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