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Die Goji-Beere (Aussprache: Goutschi) ist ein Nachtschattengewächs aus dem Fernen Osten. In «Flora Helvetica» ist sie unter dem Namen Bocksdorn Lycium barbarea zu finden. Die Beere erlebt momentan als Allerwelts- heilmittel und Alterungsprophylaxe einen Boom. Wenn die Werte ihrer Inhaltsstoffe richtig analysiert wurden, ist sie eine geballte Ladung, die gegen unsere Zivilisationskrankheiten wirken könnte. Ihre Antioxidantien verhindern das Einrosten, denn Oxidation ist, salopp ausgedrückt, ein Verrostungsprozess. Es liegt wohl in der Art der Menschheit, immer wieder neue, exotische Heilmittel in den Himmel zu heben. Aber wer spricht noch von Kreuzkümmelöl, Grapefruitsamenextrakt oder Lapachorindentee? Sie alle erlebten einen Boom und etablierten sich dann bei recht tiefen Verbrauchswerten. Der Bocksdorn ist ein Neophyt, der Dominanzbestände bildet und auch bei uns in Ausbreitung begriffen ist. Diese beginnt meist bei wärmeliebenden Ruderalgesellschaften, macht aber vor Magerrasen, Felsfluren und Mauern nicht halt. Seine gebogenen und nur teilweise dornigen Ruten bewurzeln bei jedem Bodenkontakt, wie dies bei Brombeeren üblich ist. Auch unterirdisch geht die Post ab, denn der Bocksdorn ist fähig, wie die Robinie und die Ackerkratzdistel, Wurzelsprossen zu bilden. Noch Lust auf Bocksdorn im Garten?
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